Graduiertenkolleg

Bild und Zeit

Bilder entstehen oder vergehen, lassen Vergangenes oder Zukünftiges erblicken, sie machen gegenwärtig sichtbar und eröffnen selbst ihre eigene Zeit. Der Frage nach diesen Zeitlichkeiten ist das Graduiertenkolleg »Bild und Zeit« gewidmet, das einen integralen Bestandteil von eikones darstellt.

In der Bildherstellung wird Zeit eingefangen und verdichtet, um sich im Bild darzustellen. In der Wahrnehmung tritt das gegenwärtige Bild in einen Blick ein, der bildliche Elemente aufeinander bezieht und zu einem Ganzen zusammenzusetzen versucht. Geleitet von Erfahrung und Kontexten antizipiert der Blick ein Bild, das im Wahrnehmungsprozess selbst zukünftig erscheinen kann. Bilder setzen verschiedene Zeiten ins Verhältnis und lassen sie auseinander hervorgehen.

Diese bildkritischen Fragen werden in den Promotionsprojekten konkret erprobt: an Bildern von Bewegung und in künstlerischen Bildern, durch Bilder der Literatur und mit Blick auf altägyptische Schriftbilder, aber auch vermittels philosophischer Bildbegriffe.