Bilder des Sozialen
Bilder des Sozialen sind, kurz gesagt, Selbstbeschreibungen einer Gruppe, einer Gesellschaft oder eines Kollektivs. Es sind die kollektiven Imaginationen, die sich Menschen von ihrem Verhältnis zueinander machen. Diese Bilder des Sozialen zirkulieren durch viele gesellschaftliche Bereiche. Mich interessiert in erster Linie ein bestimmter Ort, an dem die Bilder des Sozialen auftauchen und eine wichtige Rolle spielen und das ist die soziologische Theoriebildung.
Jede soziologische Theorie benötigt Bilder des Sozialen, um sich ihren Gegenstand – die Gesellschaft – vor- und darstellbar zu machen. Die Soziologie ist also im Kern, bei der Konstitution ihres Gegenstandes, auf bildliche Elemente angewiesen. Die Bilder illustrieren dabei nicht nur die soziologische Argumentation, sondern prägen die Theoriebildung, indem sie bestimmte Fragestellungen nahe legen und andere ausblenden, einigen Argumenten Evidenz verleihen und andere unplausibel erscheinen lassen. Die Untersuchung dieser epistemischen Leistungen der Bilder des Sozialen, ihres Auftretens und Agierens in soziologischen Theorien stellt das zentrale Anliegen dieses Projektes dar.
Ich konzentriere mich dabei auf zwei zentrale Bilder soziologischer Theorien: Organismus und Netzwerk. Das Bild des Organismus prägt die Gründungszeit der Soziologie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Bild des Netzwerks ist vor allem in neueren soziologischen Theorien präsent. In den soziologischen Beschreibungen werden sie auf unterschiedlichste Weise dargestellt: in sprachlichen Formulierungen, aber auch visuell, in Grafiken und Soziogrammen.
Es geht in meinem Dissertationsprojekt also darum, einerseits die epistemischen Leistungen und wissenschaftlichen Bildpraktiken und andererseits die gesellschaftlichen Funktionsweisen und sozialisierenden Wirkungen der Bilder des Sozialen zu untersuchen.
Jede soziologische Theorie benötigt Bilder des Sozialen, um sich ihren Gegenstand – die Gesellschaft – vor- und darstellbar zu machen. Die Soziologie ist also im Kern, bei der Konstitution ihres Gegenstandes, auf bildliche Elemente angewiesen. Die Bilder illustrieren dabei nicht nur die soziologische Argumentation, sondern prägen die Theoriebildung, indem sie bestimmte Fragestellungen nahe legen und andere ausblenden, einigen Argumenten Evidenz verleihen und andere unplausibel erscheinen lassen. Die Untersuchung dieser epistemischen Leistungen der Bilder des Sozialen, ihres Auftretens und Agierens in soziologischen Theorien stellt das zentrale Anliegen dieses Projektes dar.
Ich konzentriere mich dabei auf zwei zentrale Bilder soziologischer Theorien: Organismus und Netzwerk. Das Bild des Organismus prägt die Gründungszeit der Soziologie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Bild des Netzwerks ist vor allem in neueren soziologischen Theorien präsent. In den soziologischen Beschreibungen werden sie auf unterschiedlichste Weise dargestellt: in sprachlichen Formulierungen, aber auch visuell, in Grafiken und Soziogrammen.
Es geht in meinem Dissertationsprojekt also darum, einerseits die epistemischen Leistungen und wissenschaftlichen Bildpraktiken und andererseits die gesellschaftlichen Funktionsweisen und sozialisierenden Wirkungen der Bilder des Sozialen zu untersuchen.

